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Buchbesprechung: Die Anstalt Mosbach im Dritten Reich
Buchbesprechung: Einhand-Kochbuch
Pflegefall - was tun?
Patientenverfügung sorgt für Ernstfall vor
Die Rechte behinderter Menschen und ihrer Angehörigen
Broschüre zum Sozialgesetzbuch 9. Buch (SGB IX)
Behindertenrecht und sozialen Entschädigungsrecht
Kommentar zum Sozialgesetzbuch 9. Buch (SGB IX)
Workshop Berufsbegleitende Arbeitsassistenz

 

Bücher, Ratgeber, Schriften, Infoquellen

Buchbesprechung

Scheuing, Hans-Werner:
„…als Menschenleben gegen Sachwerte gewogen wurden“.
Die Geschichte der Erziehungs- und Pflegeanstalt für Geistesschwache Mosbach/Schwarzacher Hof und ihrer Bewohner 1933-45.
Heidelberg: Universitätsverlag Winter 1997, 2., durchgesehene und erweiterte Auflage 2004.
560 S., 150 s/w Abb. ISBN 3-8253-1607-6. 25,00 EUR

Wen können wir denn noch forttun?“

Die Anstalt Mosbach im Dritten Reich und die Euthanasie-Diskussion heute

Von Dr. Tilmann Kleinau

Landesarbeitsgemeinschaft Hilfe für Behinderte Baden-Württemberg

Wie kam es dazu, dass behinderte und verhaltensauffällige Menschen im Dritten Reich zwangssterilisiert, systematisch vernachlässigt, gequält, zu medizinischen Versuchen missbraucht, misshandelt und getötet wurden? Wo lagen die Ursachen für diese Entwicklung? Wer befahl, wer machte mit, wer sah weg? Wie sah es damals in einer kirchlichen Anstalt aus?

Der Theologe und Sonderpädagoge Hans-Werner Scheuing, seit 1976 Mitarbeiter des Schwarzacher Hofes der Johannes-Anstalten Mosbach, zeigt in seinem Buch über die Geschichte „seiner“ Anstalt anhand vieler Einzelbeispiele, Quellen und Originalzitate von Zeitzeugen eindrucksvoll das unselige Zusammenspiel von gesellschaftlicher Ausgrenzung von Menschen mit Behinderung, Abbau des Sozialstaats, Überforderung des Pflegepersonals und Obrigkeitshörigkeit der Verantwortlichen in der Kirche, die die systematische Tötung erst möglich machte. Das 1997 erstmals veröffentlichte Buch ist 2004 nach erneuten Recherchen des Autors mit neuem Bild- und Textmaterial angereichert in zweiter Auflage erschienen.

Die 1880 gegründete Anstalt Mosbach / Schwarzacher Hof gehörte zum Verbund der Inneren Mission der evangelischen Kirche. Ihr Selbstverständnis war von christlichen Werten geprägt: jeder Mensch, ob behindert oder nicht, ist ein Geschöpf Gottes und als solches wertvoll, auch wenn es der Fürsorge bedarf. Finanziert wurde der Anstaltsbetrieb immer mehr durch den Staat. Nach 1933 übte das NS-Regime durch Abbau des Sozialstaats und Kriegsvorbereitung politischen Druck aus. So änderte sich - zunächst kaum merklich, dann immer deutlicher – in der Praxis die christliche Grundüberzeugung vom Wert des Lebens „an sich“ und beugte sich der NS-Ideologie der Unterscheidung in lebenswertes und „lebensunwertes“ Leben. Trotz mancher Bedenken wurden aufgrund des „Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ 61 Heimbewohner zwangssterilisiert. Unter dem Vorwand der Gesundheitsvorsorge wurden sie zur Operation vorübergehend in eine Klinik transportiert und wussten meist gar nicht, wie ihnen geschah. Den Schmerz, keine Kinder kriegen zu können, haben viele erst später erfahren. Aus finanziellen Gründen nahm die Anstalt Mosbach überwiegend schwer behinderte Menschen auf und isolierte diese in der „Blöden-Abteilung“ am Schwarzacher Hof, wo viele den ganzen Tag bei minimaler Pflege und Zuwendung in einem großen Raum zusammengepfercht vor sich hin vegetierten. Erziehung, Unterricht und Gelegenheit zur Freizeitgestaltung erhielten nur noch diejenigen Bewohner, die als „bildungsfähig“ bzw. „arbeitsfähig“ galten.

Während des Krieges mussten die Bewohner Hunger leiden, das männliche Pflegepersonal wurde eingezogen. 1939/40 starben 11 Bewohner an Marasmus (Kräfteverfall). Aber es sollte noch schlimmer kommen: „Vom 13. bis 20. September [1940] wurden in drei Transporten insgesamt 218 Heimbewohner abgeholt, in die Vernichtungsanstalt Grafeneck verbracht und 217 dort ermordet. Davon kamen 167 vom Schwarzacher Hof und 51 aus der Anstalt Mosbach.“ In der Anstalt Grafeneck wurden 1940 etwa 10 000 Menschen durch Vergasen umgebracht. Ein Gebäude der dortigen Behindertenanstalt wurde zur Vergasungs- und Verbrennungsanstalt umfunktioniert.

Hans-Werner Scheuing rekonstruiert die Vorgänge um die „Todestransporte“ am Beispiel der Anstalt Mosbach / Schwarzacher Hof so anschaulich, wie es im Nachhinein möglich ist. Er lässt Heimbewohner, Personal und den Anstaltsleiter zu Wort kommen. Er beschreibt die grauen Busse mit den abgedunkelten Fenstern, zeigt Transportlisten, Augenzeugenberichte und Fotos von einigen der Abtransportierten. So verliert das Unfassbare seine Anonymität und wird konkret nachvollziehbar.

Befehlshaber der Transporte war die „Reichsarbeitsgemeinschaft Heil- und Pflegeanstalten“ in Berlin, Tiergartenstraße 4. Daher kommt der Deckname „T4“ für die deutschlandweite Vernichtungsaktion. Beim ersten der drei Transporte vom Schwarzacher Hof war der Anstaltsleiter Pfarrer Wilckens nicht einmal vor Ort, bei den anderen beiden versuchte er meist vergeblich, einzelne gelistete Kandidaten durch persönliche Intervention doch noch als „arbeitsfähig“ freizubekommen oder durch weniger „Brauchbare“ zu ersetzen. „Wen können wir denn noch forttun?“, fragte er seine engsten Mitarbeiter verzweifelt. Scheuing weist nach: „Spätestens seit Mitte Juni 1940 wussten Kirche und Innere Mission in Baden Bescheid über den Massenmord an Heimbewohnern.“ Sie wehrten sich kaum.

Auch nach den „Todestransporten“ vom September 1940 ließ der politische Druck auf die Anstalt Mosbach nicht nach. Es herrschte Krieg, Geld und Personal wurden knapp, das Essen auch. Die Anstalt Mosbach zog sich auf den Schwarzacher Hof zurück. Von dort mussten 1944 weitere Bewohner verlegt werden, weil die großen Gebäude vom Rüstungskonzern Daimler-Benz für ein Betriebskrankenhaus beschlagnahmt wurden. 21 Kinder und Jugendliche wurden nach Eichberg bei Wiesbaden und 28 nach Uchtspringe bei Stendal gebracht. Diesmal fuhren die Kinder mit dem Zug, von Heimpersonal begleitet. Bei Kriegsende im Mai 1945 lebten nur noch fünf von diesen 49 ehemaligen Bewohnern des Schwarzacher Hofes. Der Rest (85 Bewohner) wurde auf drei kleine Nebengebäude des Schwarzacher Hofes, die „Restanstalt“, verteilt. Scheuing schreibt: „Ohne die Einrichtung des Betriebskrankenhauses hätte es die Todestransporte von 1944 nicht gegeben.“

Am 01.04.1945 besetzten die Amerikaner den Schwarzacher Hof. Ein Bericht der amerikanischen Militärregierung von 1947 schildert trostlose Zustände: „Alle Bewohner trugen Lumpen und ganz allgemein sah die Einrichtung aus wie ein Druck von Hogarth von Londons Irrenhäusern im 18. Jahrhundert.“

Insgesamt fielen 262 Heimbewohner der Euthanasie zum Opfer. Davon wurden 217 vergast. 17 Kinder und Jugendliche des Schwarzacher Hofes kamen als Folge einer verbrecherischen medizinischen Forschung an der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg ums Leben.

Was ist ein Menschenleben wert? Scheuing ermahnt uns Heutige, nicht erneut „Menschenleben gegen Sachwerte aufzuwiegen“. Der Abbau des Sozialstaats hatte zunächst kaum merkliche, dann immer deutlichere Folgen. Im neuen, zweiten Anhang erzählt er exemplarisch die Geschichte des getöteten Heimbewohners Fritz. Der Schriftsteller Hans Dieter Schmidt hat seine Erzählung „Der Schulkamerad“ über ihn geschrieben. Schmidt mahnt: „Fritz ist im Dienst der Rassenlehre gestorben. Wenn man nicht aufpasst, dann passiert das wieder. Heute soll die Wissenschaft dazu dienen, dass solche Kinder gar nicht zustande kommen. Das ist es, was mir zusetzt.“

Das Buch ist hervorragend geschrieben und schön ausgestattet, allerdings – als erweiterte Dissertation – mit seinen 543 Seiten sehr umfangreich geraten. Es ist ein wertvoller Beitrag zur Aufarbeitung der Geschichte – und eine eindringliche Warnung, menschliches Leben nicht in „brauchbar“ und „unbrauchbar“ einzuteilen.

Dr. Tilmann Kleinau

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Kochen mit links
Kochbuch für Behinderte

Wie schält man einhändig Kartoffeln und Karotten?

Die Bemerkung „ich mache das mit links“ ist bei dem Dresdner Hermann Schleinitz wörtlich zu nehmen. Der Not gehorchend lernte er, nur mit einer Hand – der linken – zu kochen. Mit seinen Erfahrungen schrieb er ein Einhandkochbuch, vermutlich das Einzige bislang im deutschsprachigen Raum („Kochen mit links“). Im Selbstverlag herausgegeben wurde das Buch mehr als 300-mal verkauft: an Betroffene und ihre Angehörigen, an Ergotherapie-Praxen und an Reha-Einrichtungen.

Anderen Behinderten – Schlaganfallpatienten oder Unfallopfer – will der 67-Jährige zeigen, dass sie in der Küche ein Stück Selbständigkeit bewahren oder zurückgewinnen können. Nach zwei Hirnoperationen im Alter von 29 Jahren musste er von heute auf morgen mit der gelähmten rechten Körperhälfte leben zu lernen. „Was ich bis dahin mit der rechten Hand gemacht habe, musste ich von da an mühsam mit der linken lernen“, sagt er.

Trotz dieser Behinderung konnte der Theologe nach einer Reha-Pause weiterarbeiten. Bis zu seiner Pensionierung aus gesundheitlichen Gründen 1992 war er in der Sächsischen Landeskirche tätig – zuletzt als Direktor der Evangelischen Akademie der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens in Meißen. „Mit der nun gewonnen Freizeit suchte ich eine neue Herausforderung, etwas Kreatives“, sagt Schleinitz. Er fand das Kochen.

Seine Frau, seine Kinder und Freunde hielten gemeinsam Ausschau nach geeigneten Hilfsmitteln. „Mit einem Einhand-Schäler für Kartoffeln und Möhren, einem Spezialbrett und einer rutschfesten Unterlage fing alles an“, erinnert er sich. Ratschläge von Fachleuten waren eher selten. 13 dieser Hilfsmittel werden im Einhandkochbuch vorgestellt.

101 Rezepte – „viele selbst erfunden, alle selbst ausprobiert“ – hat Schleinitz zusammengestellt. Alle Rezeptvorschläge können mit einer Hand, etwas Übung und zunächst mit viel Geduld nachgekocht werden. Vorspeisen, Suppen, Vegetarisches, Fisch und Fleisch, Teigwaren und Desserts – wie in einem „normalen“ Kochbuch. Wer die relativ geringe Zahl von Nachspeisen bemerkt: Schleinitz gibt zu, für süße Sachen wenig übrig zu haben.

In dem Buch fehlt auch jegliche sonst übliche Zeitangabe. „Jede Behinderung ist anders“, sagt Schleinitz. Jeder eigne sich die notwendigen Fertigkeiten unterschiedlich schnell an. Auch dem Rentner geht die Arbeit nicht immer leicht von der Hand. „Aber ich will Mut machen“, sagt er. Und er weiß, dass nach einer schweren Erkrankung oder nach einem Unfall für die Betroffenen zunächst andere Dinge im Vordergrund stehen. „Da will man nicht gleich kochen lernen.“

Für ihn ist mittlerweile der schönste Lohn, wenn es allen schmeckt. Ohne Probleme kocht er bei Familienfeiern für bis zu 15 Personen: auch Braten mit handgefertigten vogtländischen „Grünen Klößen“. „Und die Küche verlässt er anschließend ordentlich“, sagt seine Frau.

aus: Badische Neueste Nachrichten, 26./27.02.2005, Gudrun Janicke

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Buchbesprechung: Die Anstalt Mosbach im Dritten Reich
Buchbesprechung: Einhand-Kochbuch
Pflegefall - was tun?
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Kommentar zum Sozialgesetzbuch 9. Buch (SGB IX)
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Pflegefall - was tun?

Pflegebedürftigkeit kann jeden treffen - in Folge von Unfall, Krankheit oder nachlassenden Kräften, schon in jungen Jahren oder als alter Mensch. Ritt der Fall ein, besteht bei Betroffenen und Angehörigen häufig Unsicherheit über die Leistungen der Pflegeversicherung und die gesetzlichen Regelungen zur Pflegebedürftigkeit. Antworten auf Fragen rund um die Pflegebedürftigkeit gibt das Standardwerk "Pflegefall - was nun?". Der 277seitige Ratgeber von der Verbraucherzentrale ist vor kurzem in einer überarbeiteten Neuauflage erschienen. Informationen rund um das Pflegeversicherungsgesetz und zum Vorgehen bei akuten und drohenden Pflegefällen helfen bei der Orientierung in der schwierigen Situation. Der Ratgeber erläutert, wie das Verfahren zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit von der Antragstellung über die Begutachtung durch den Medizinischen Dienst bis hin zur Entscheidung durch die Pflegekasse abläuft. Ausführlich sind die einzelnen Leistungen wie Pflegegeld, Ersatzpflege, Kombinationsleistung und vollstationäre Pflege beschrieben. Den zusätzlichen Betreuungsleistungen für demenzbedingte Fähigkeitsstörungen ist ein besonderer Abschnitt gewidmet. Die erleichtert es, die für den einzelnen Pflegefall richtigen Leistungen auszuwählen und optimal zu nutzen. Viele praktische Tipps erleichtern den Papierkrieg und helfen, im Fall der Fälle das komplizierte Verfahren richtig anzugehen. Ein Überblick über Hilfsmittel und Maßnahmen zur Wohnumfeldverbesserung, Informationen zur sozialen Absicherung der ehrenamtlich Pflegenden sowie wichtige Adressen zum Thema runden den für Betroffene hilfreichen Ratgeber ab.

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Patientenverfügung sorgt für Ernstfall vor

Wenigen ist klar, dass sie unter Umständen bei Unfall oder Krankheit nicht mehr über wichtige Fragen wie die Durchführung medizinischer Behandlungen, die Kündigung der Wohnung oder notwendige Geldausgabenentscheiden können. Wer rechtzeitig Vollmachten und Verfügungen festlegt, stellt sicher, dass wichtige Entscheidungen im eigenen Sinne geregelt werden, wenn man selbst dazu nicht mehr in der Lage ist. Der überarbeitete und neu aufgelegte Kompaktratgeber "Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, und Betreuungsverfügung" der Verbraucherzentralen hilft, die Berücksichtigung des eigenen Willens auch im Notfall zu sichern. Auf 60 Seiten informiert er über verschiedene Vorsorgemöglichkeiten und hilft, die persönlichen Wünsche, Werte und Vorstellungen zu klären. Textbausteine dienen als Formulierungshilfen für eigene Verfügungen. Sowohl für eine Patientenverfügung, als auch für Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung sind Beispiele im Ratgeber.

Die beiden Ratgeber ("Pflegefall" kostet 11,80 Euro, "Patientenverfügung u.a." kostet 4,80 Euro, jeweils inklusiv Versandkosten) können gegen Rechnung bestellt werden bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg, Paulinenstraße 47, 70178 Stuttgart, Fax:0711/669150,
E-Mail:broschueren@verbraucherzentrale-bawue.de

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Buchbesprechung: Die Anstalt Mosbach im Dritten Reich
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Die Bundesarbeitsgemeinschaft Hilfe für Behinderte (BAGH) hat den Ratgeber

"Die Rechte behinderter Menschen und ihrer Angehörigen"

neu aufgelegt. Die aktualisierte 432seitige Buch gibt einen Überblick über Leistungsansprüche behinderter Menschen und informiert über Zuständigkeiten und Verfahrensabläufe. Um auch juristische Laien praxisnahe Hilfen zu geben, werden die gesetzlichen Regelungen durch konkrete Beispiele veranschaulicht. Musterbriefe als Formulierungsvorschläge für Anträge, Adressen von Ansprechpartnern bei speziellen Fragen und umfangreiche Literaturhinweise sowie die Anhaltspunkte für die ärztliche Gutachtertätigkeit ergänzen den Ratgeber.

Bestellungen nimmt die BAGH gegen eine Versandkostenpauschale entgegen:BAGH, Kirchfeldstraße 149, 40215 Düsseldorf, Tel.:0211/310060, Fax:0211/3100648,
E-Mail:info@bagh.de

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Das Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung (BMA) verspricht in einer Broschüre zum

Sozialgesetzbuch 9. Buch (SGB IX)

"Mehr Beratung, Mehr Leistung, Mehr Chancen"

für behinderte Menschen. Übersichtlich stellt es das seit dem 1. Juli 2001 gesetzlich neu verankerte Leistungssystem vor, das die Teilhabe behinderter und von Behinderung bedrohter Menschen sichern soll. Der im Juli 2002 aktualisierte Ratgeber zeigt, in welchen Bereichen die Rechte von Menschen mit Behinderungen verbessert wurden und informiert darüber, welche Institutionen und Organisationen bei Rechtsfragen weiterhelfen. Ein umfangreicher Serviceteil enthält eine Adressenliste, in der mit Integrationsämtern, Behindertenorganisationen und Selbsthilfeinitiativen wichtige Ansprechpartner zu finden sind.

Die Schrift kann kostenlos angefordert werden beim BMA, Referat Information, Publikation, Redaktion, Postfach 500, 53100 Bonn oder per
E-Mail:info@bma.bund.de, www.bma.bund.de.

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Workshop Berufsbegleitende Arbeitsassistenz

 

Der Richard Boorberg Verlag hat den Ratgeber zum

Behindertenrecht und sozialen Entschädigungsrecht

- den sog. KB-Helfer -

neu aufgelegt. Die 49. Ausgabe dieses Ratgebers erschien Anfang November 2002. Das umfassende Nachschlagewerk, das jährlich aktualisiert wird, enthält alle wichtigen Rechts- und Verwaltungsvorschriften zum sozialen Entschädigungs- und Behindertenrecht. Zahlreiche Entscheidungen der Obergerichte der Sozial- und Verwaltungsgerichtsbarkeit finden sich dort ebenfalls wie auch Auszüge aus einschlägigen amtlichen Rundschreiben, in denen detailliert wichtige Einzelfragen geregelt sind. Berücksichtigt sind in der neuen Ausgabe vor allem die Änderungen, die das Job-AQTIV-Gesetz und das Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen mit sich gebracht haben. Auch das im Januar 2003 in Kraft tretende Grundsicherungsgesetz wurde mit aufgenommen. Ein ausführlicher Tabellenteil stellt übersichtlich die verschiedenen Leistungsarten dar - getrennt nach alten und neuen Bundesländern. Ein Stichwortverzeichnis hilft, um schnell und gezielt die gewünschten Informationen zu finden.

Ernst/Groß/Morr:Der Ratgeber zum Behindertenrecht und sozialen Entschädigungsrecht (KB-Helfer) 2002/2003 ist zu beziehen über den Richard Boorberg Verlag, Scharrstraße 2, 70563 Stuttgart. 36,00 Euro, bei größeren Bestellmengen gibt es Staffelpreise.

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Kommentar zum Sozialgesetzbuch 9. Buch (SGB IX)

Das am 1. Juli 2001 in Kraft getretene SGB IX vereint erstmals alle Rechte behinderter Menschen unter einem Dach. Der Lehr- und Praxiskommentar zum SGB IX:Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen erörtert auf 910 Seiten die Neuregelungen vor dem Hintergrund der gesetzgeberischen Motive und Argumentationen. Er wende sich unter anderem an Schwerbehindertenvertretungen sowie Personal- und Betriebsräte. Vertieft werden Themen wie:Umsetzungskriterien für die Zusammenarbeit verschiedener Leistungsträger, neue Begrifflichkeiten, Koordination und Kooperation sowie das neue Leistungsrecht unter dem Blickwinkel von Qualität und Effizienz. Die wichtigsten Gesetzesregelungen finden sich im Anhang des Kommentars.

Der Lehr- und Praxiskommentar von Dirk H. Dau, Franz Josef Düwell, Dr. Hartmut Haines und Günther Hoffmann, 2002, ist zum Preis von 65 Euro im Buchhandel oder bei der NOMOS Verlagsgesellschaft erhältlich:Fax:07221/2104-43,
E-Mail:nomos@nomos.de.

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Pflegefall - was tun?
Patientenverfügung sorgt für Ernstfall vor
Die Rechte behinderter Menschen und ihrer Angehörigen
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Behindertenrecht und sozialen Entschädigungsrecht
Kommentar zum Sozialgesetzbuch 9. Buch (SGB IX)
Workshop Berufsbegleitende Arbeitsassistenz

 

Berufsbegleitende Arbeitsassistenz

Über Anspruch und Realität der berufsbegleitenden Arbeitsassistenz informierte ein Workshop am 25. Oktober 2001 in Saarbrücken. Jetzt ist eine ent-sprechende Dokumentation des Landesbeauftragten für Behindertenfragen des Saarlandes erschienen. Die Referate und das mitabgedruckte Informationsmaterial ermöglichen einen knappen Überblick über das Thema. Dabei verdeutlichen die Referate die zentrale Bedeutung der berufsbegleitenden Arbeitsassistenz als ein Instrument zur Erreichung der Ziele, etwa der Kampagne "50.000 neue Jobs für Schwerbehinderte" und der mit dem SGB IX verstärkten Ausrichtung von Leistungen an Selbstbestimmung und Eigenverantwort-lichkeit schwerbehinderter Menschen. Ein Merkblatt des Integrationsamtes zur Arbeitsassistenz und wei-terführende Hinweise zur (Internet-)Recherche runden die Dokumentation ab.

Weitere Infos:Der Landesbeauftragte für Behindertenfragen des Saarlandes, Franz-Josef-Räder-Strße 23, 66119 Saarbrücken, Tel.:0681/501-3189, Fax:0681/501-3335, www.saarland.de.

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